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ADFC-Fahrradklima-Test 2026
Mitmachen beim ADFC-Fahrradklima-Test: Vom 1. September bis zum 30. November geht es um die Erfahrungen im Alltag von Menschen, die Rad fahren. Erstmals fragt der ADFC auch Kinder und Jugendliche, wie fahrradfreundlich ihre Stadt oder Gemeinde ist.
Alle zwei Jahre und zum mittlerweile 12. Mal will der ADFC wissen, wie fahrradfreundlich Deutschlands Orte sind. Er fragt Menschen in der ganzen Bundesrepublik nach ihren Radfahr-Erfahrungen im Alltag. Sie beantworten Fragen wie: Wie viel wird vor Ort bereits fürs Radfahren getan? Sind die Radwege in einem guten Zustand? Wie sicher fühlt sich das Radfahren vor Ort an? Kurz: Macht Radfahren Spaß oder ist es Stress?
Teil der Umfrage sind 2026 fünf Zusatzfragen zur Mobilität von Kindern und Jugendlichen: Fahren sie üblicherweise Rad? Fühlt sich Radfahren für sie sicher an? Gibt es vor Ort Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und genug Abstellmöglichkeiten an Kindergärten, Schulen und Freizeitorten?
Junge Perspektive ist gefragt
Außerdem gibt es mit dem FKT Jugendliche eine Umfrage, bei der die Meinung von jungen Menschen gefragt ist. Dabei geht es um Hürden und Motivation beim Radfahren, um Schul- und Ausbildungswege, Wege zu Freizeitorten und um das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmender. Auch die Frage, ob junge Menschen sich auf dem Rad ernst genommen und sicher fühlen, ist Teil der Umfrage. Kinder und Jugendliche, die nicht Rad fahren, dürfen – und sollten sogar – teilnehmen, damit Politik und Verwaltung verstehen, warum sie nicht mit dem Rad fahren wollen oder sollen.

Mitmachen: So einfach gehts
Wann? Vom 1. September bis 30. November 2026
Wo? Online auf fkt.adfc.de/befragung
Wie lange dauert es? Etwa zehn Minuten
Wer kann teilnehmen? Alle Menschen ab zehn Jahren sowie Kommunalvertreter:innen

Der FKT Jugendliche gibt uns die Möglichkeit, darzustellen, wie Kinder und Jugendliche den Straßenverkehr wahrnehmen. So können ihre Erfahrungen und ihr Verkehrsverhalten besser in politische Entscheidungen einfließen. Weil das Mobilitätsverhalten schon in der Kindheit geprägt wird, ist es wichtig, Kinder und Jugendliche als wertvolle Zielgruppe ernst zu nehmen und ihre Wahrnehmung im Verkehr besser zu verstehen. Dafür schafft der erweiterte Fokus der Umfrage auf junge Menschen eine gute Grundlage.“
Lena Adam, Bundesjungendsprecherin des Jungen ADFC
Methodik überarbeitet
Die Methodik der Umfrage hat der ADFC weiterentwickelt: Dadurch lässt sie sich einfacher beantworten und liefert zugleich noch aussagekräftigere Ergebnisse. Es wurde nicht nur an der Präsentation des Fragebogens gearbeitet, sondern es gibt auch neue Fragen: Zur Entwicklung des Radverkehrsanteils beispielsweise und unter welchen Umständen die persönliche Radnutzung steigen könnte. Speziell für die kleineren Orte wurde eine neue Frage eingeführt, wie gut Nachbarorte zu erreichen sind.
Mitmachen lohnt sich
Noch bis zum 30. November 2026 haben Menschen die Gelegenheit, die Fahrradfreundlichkeit ihres Wohnorts zu bewerten. Die Umfrage lebt davon, dass sich möglichst viele Menschen beteiligen.
„Nicht alle machen im Alltag die gleichen Erfahrungen auf dem Rad oder bewerten das Erlebte gleich. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen mitmachen. Einmal, damit viele Orte in die Wertung kommen, aber auch, damit die Ergebnisse am Ende aussagekräftiger und lebensnäher sind. So können Radfahrende auch aktiv dazu beitragen, an den richtigen Stellen Verbesserungen anzustoßen und ihren Ort perspektivisch fahrradfreundlicher zu machen“, sagt Irene Hummel, die das Projekt leitet.

Umfrage für Kommunen
2024 hat der ADFC erstmals parallel zur Befragung der Radfahrenden auch Kommunen befragt. Städte und Gemeinden konnten dabei dokumentieren, was sie für die Radverkehrsförderung tun – etwa bei Konzepten, Infrastrukturmaßnahmen, Abstellanlagen, Verkehrsberuhigung oder besonderen Projekten. 2026 werden erstmals zusätzlich auch Landkreise befragt.
Die kommunale Perspektive ergänzt die Einschätzungen der Radfahrenden. Besonders spannend ist der Vergleich: Was wurde geplant oder umgesetzt und was kommt davon im Alltag der Menschen an?
Daten mit großem Potenzial
Die Ergebnisse der Umfrage werden vom ADFC für Gespräche mit Politik und Verwaltung vor Ort genutzt. Kommunen können sie für die eigene Radverkehrsplanung heranziehen und Planungsbüros als Grundlage für Konzepte. Auch Medien greifen die Ergebnisse immer häufiger auf, wenn sie über den Zustand des Radverkehrs berichten.
Für viele Städte und Gemeinden ist die Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit auch Spiegel und Vergleichsinstrument: Wie kommt das an, was geplant und gebaut wurde? Werden neue Radwege wahrgenommen? Fühlen Menschen sich sicherer? Oder bleibt die Verbesserung auf dem Papier stecken?
Genau darin liegt die Stärke der Befragung: Sie zeigt nicht nur, ob es Maßnahmen gibt, sondern auch, ob diese im Alltag der Radfahrenden ankommen und welche Veränderungen über die Zeit wahrgenommen werden.
Für Engagierte im ADFC ist das ein starkes Argument. Wer mit Zahlen aus dem FKT in eine Ausschusssitzung, ein Pressegespräch oder ein Treffen mit der Verwaltung geht, vertritt keine Einzelmeinung oder die des ADFC, sondern spricht für viele Radfahrende vor Ort.

Nachgefragt bei ADFC-FKT- Projektleiterin Irene Hummel
Wieso sollte man an der Umfrage teilnehmen?
Die Umfrage ist eine tolle Chance, ganz konkrete Rückmeldungen zur Fahrradfreundlichkeit im eigenen Ort zu geben – und für den ADFC vor Ort ist sie ein toller Anlass, um mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Kommunen ins Gespräch zu kommen. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser. Denn niemand kann besser beurteilen, wie die Radfahrbedingungen vor Ort sind, als die Menschen, die dort täglich Rad fahren. 2026 wird das Datenpaket besonders stark und wir zeigen den Kommunen: Fahrradfreundlichkeit ist messbar und machbar. Dafür fließen drei Perspektiven zusammen: die Erfahrungen Erwachsener, die Einschätzungen der Kommunen und erstmals auch die Perspektive junger Menschen.
Warum stehen Kinder und Jugendliche diesmal besonders im Fokus?
Weil sichere und selbstständige Mobilität für junge Menschen ein wichtiger Gradmesser für Fahrradfreundlichkeit ist. Sie zeigt sich nicht nur auf der Pendelstrecke zur Arbeit oder auf dem Weg zum Einkauf. Sie zeigt sich morgens vor der Schule, nachmittags vor der Sporthalle und überall dort, wo auch junge Menschen eigenständig unterwegs sein wollen. Mit den Zusatzfragen und der Umfrage für Kinder und Jugendliche machen wir sichtbar, wo Kommunen gute Bedingungen schaffen und wo sie beim Thema sichere Wege für junge Menschen nachlegen müssen. Wenn Kinder und Jugendliche gut mit dem Rad unterwegs sein können, profitieren davon am Ende alle: Familien, Schulen, Kommunen und der gesamte Radverkehr.
Was können ADFC-Mitglieder und Gliederungen tun?
Der Fahrradklima-Test ist ein Projekt des ganzen ADFC. Er lebt davon, dass ihn Engagierte vor Ort bekannt machen, sie Menschen zur Teilnahme motivieren und lokale Unterstützer:innen wie Schulen, Jugendvertretungen oder Vereine gewinnen – beispielsweise mit Pressearbeit, über Social Media, an Infoständen sowie in Gesprächen mit Schulen und Vereinen oder durch Kontakte in die Verwaltung. 2026 bieten sowohl die Zusatzfragen zur Mobilität von Kindern und Jugendlichen als auch die Umfrage unter jungen Menschen außerdem viele Anknüpfungspunkte für die Arbeit vor Ort – vom Schulwegcheck bis zur Kooperation mit Jugendvertretungen. Die Bundesgeschäftsstelle stellt dafür Materialien wie Sharepics, Textbausteine, Vorlagen und Informationen für die Ansprache vor Ort bereit.
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